SELKETAL-AUSFLUG

Für einen Tag ins Selketal von seiner schönsten Seite - und das ruhig einmal wieder zu Fuß.

Entweder man reist ein Dreiviertel Jahrhundert zurückversetzt mit der Schmalspurbahn von Quedlinburg aus oder vielleicht vom Südwesten her z.B. aus Stiege kommend an oder biegt in Mägdesprung (zwischen Gernrode im Norden und Harzgerode im Süden) mit dem Auto ab und parkt in unmittelbarer Nähe des Technischen Museums Carlswerk ca. 50m der Straße folgend.
Dort einfach einmal eine halbe Stunde eintauchen in eine Welt harter Arbeit, wo alles so stehen gelassen wurde, wie man es bis zuletzt in den Neunzigern auch nutzte.
Hier wurden Maschinen für die Mägdesprunger Hütte instand gehalten - die 2021 ihr 375-jähriges Bestehen feiern könnte.
Weiter geht’s auf der „Alten Kreisstraße“ in Richtung I. Hammer, das sind ca. 100m.
Direkt hinter dem kleinen bergwärts gelegenen Wohnhaus öffnet sich wie ein geheimer Weg der Aufstieg zum sog. „Kleinen Brocken“.
Ein bisschen Kraxeln ist’s von dieser Seite her schon. Nach ca. 15-20 Minuten ist der Aufstieg geschafft. Oben warten eine Bank und der schönste Ausblick über das Selketal.
Weiter geht es sanft abwärts in Richtung III. Hammer, dem mit ca. 325 - 340 höchstgelegen von insgesamt 4 ehemaligen Friedrichshämmern.
Dort befindet sich auch der historische Berg-Friedhof mit seiner Pilgerkapelle und dem kleinen ebenfalls vor 15 Jahren gestifteten separaten Glockenstuhl.
Über die schiefersteinerne Umfriedung gibt es einen wunderbaren Panoramablick.

Vorbei am unteren der beiden ehemaligen Arbeiterhäuser der Hütte - das ein kleines Café beherbergt -  trifft man wiederum auf die „Alte Kreisstraße“ um links weiter ins Selketal hinein zu wandern.
Nach ca. 200 m Rechts-Links-Kurve - die zugleich spektakulär die engste Stelle des Selketals ist - überqueren Sie die Selke über die sogenannte „Lampe“, die hölzerne Lampenbrücke. Die war zu autofreier Zeit die Verbindung der Mägdesprunger und Hammer/ Bewohner nach Harzgerode.
Auf dem schmalen Selkestieg, über den einst der Wehrmeister zu Pferde die 4-5 km zurücklegte, um die Kraft des Wassers auf die Wasserräder der Hämmer zu kontrollieren und zu justieren, geht‘s besser im Gänsemarsch für ca. 1.000 Meter entlang der Selke zurück in Richtung Carlswerk Museum, dem Ausgangspunkt eines wunderschönen halben Tages puren Naturerlebnisses.

Wer nicht Kraxeln möchte, kann diesen ganz persönlichen Vorschlag auch „seichter“ in umgekehrter Wanderroute erleben. Startpunkt ist dann links des Carlswerk Museums die kleine „Schöne Brücke“ in Richtung III. Hammer - auf den Kleinen Brocken geht es dann von dort aus. - hin und zurück.
Viel Spaß - vielleicht beobachten Sie unterwegs auch einen „Braunen Bären“?!